Die Nitratbelastung unseres Grundwassers II

In unserem ersten Artikel über die Nitratbelastung unseres Grundwassers hatten wir Ihnen erklärt, wie wir in unseren Ertragsanlagen versuchen, die Stickstoffauswaschung zu minimieren. Hier ist der Link zu diesem Artikel https://www.weingut-ruzika.de/2018/07/16/die-nitratbelastung-unseres-grundwassers/

 

In dem heutigen Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie wir versuchen die Verluste in unseren Junganlagen so gering wie möglich zu halten.

 

Wenn die alten Reben den Jungen weichen müssen, wird durch die Bodenbearbeitung viel Stickstoff freigesetzt. Der alte Weinberg hatte eine Dauerbegrünung, die umgebrochen wurde. Die viele vorhandene organische Masse wird durch die Bodenbearbeitung schneller von den Bodenlebewesen zersetzt. Alles was gebunden war, wird wird innerhalb kurzer Zeit wieder frei. Um nun der möglichen Auswaschung entgegenzuwirken, sähen wir Ende Juli bei unseren Junganlagen eine stark waschsende Begrünung ein. Sie besteht aus Senf, Raps, wilden Möhren, und auch aus Sonnenblumen. Durch das Wachstum wird vor allem der Stickstoff, wieder an die Pflanzen, die organische Masse, gebunden. Diese Begrünung wurde selbst in dem extrem trockenen Sommer 2019 bis zu über 1,80 m hoch. Die vielen Blüten zogen ebenso viele Insekten an. Bei unserer Beobachtung fanden wir unzählige Massen von Bienen, Schmetterlingen, Käfern, und viele weitere Insekten, die sich an diesen Blüten tummelten. Wir sahen auch sehr viele Vögel, kein Wunder bei diesem Nahrungsangebot. Wir fanden sprichwörtlich ein Idyll der Natur vor.

 

Das Schönste dazu war, über Winter machten sich viele Vögel die ausgereiften Samen dieser Pflanzen zu Nutze. Bei den Sonnenblumen sahen wir beim Rebschnitt schön die leergefressenen Blütenstände… :-)

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Alex (Sonntag, 26 April 2020 15:39)

    Finde ich super :)